E-Mobilität: Kurz und knapp
Einfach Tarife vergleichen & wechseln
So viel kannst du sparen
Ersparnis Strom (Beispielrechnung vom 17.09.2026)
- PLZ / Ort: 78050, Stadt: Villingen-Schwenningen
- Stromverbrauch: 5.000 kWh
- Günstigster Tarif: Maingau, Strom Online 12 (1.251,84 € im 1. Jahr)
- Grundversorgungstarif: Stadtwerke Villingen-Schwenningen, SVSstrom allgemein (2.175,42 €)
Quelle: CHECK24 Vergleichsrechner für Strom
E-Auto zu Hause günstig laden & Stromkosten sparen
Du fährst ein Elektroauto und möchtest dein E-Auto zu Hause möglichst günstig laden?
Dann stellt sich schnell die Frage, ob sich ein spezieller Autostromtarif lohnt oder ob du einfach deinen normalen Haushaltsstrom nutzen solltest.
Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab: deinem Stromverbrauch, deiner jährlichen Fahrleistung, der Ladehäufigkeit, deiner Wallbox und deinem persönlichen Ladeverhalten.
Auch dynamische Stromtarife, Smart Meter, Smart Charging, Photovoltaik und die Regelungen des § 14a EnWG spielen heute eine wichtige Rolle.
Auf dieser E‑Mobility-Seite erfährst du, wie Autostrom funktioniert, welche Tarifmodelle es gibt, wann sich ein separater Tarif lohnt und worauf du beim Vergleich achten solltest.
Außerdem zeigen wir dir, wie du die Kosten für das Laden deines Elektroautos berechnest und welche Möglichkeiten du hast, dein Fahrzeug mit einer Wallbox, einer PV-Anlage oder einem dynamischen Stromtarif möglichst effizient zu laden.
Was ist Autostrom und wie funktioniert er?
Autostrom ist Strom, den du zum Laden deines Elektroautos verwendest. Der Begriff kann dabei unterschiedliche Tarifmodelle beschreiben. Du kannst dein E-Auto beispielsweise ganz normal über deinen bestehenden Haushaltsstromtarif laden oder einen speziellen Stromtarif für dein Elektrofahrzeug abschließen.
Daneben gibt es zeitvariable und dynamische Stromtarife. Bei diesen Modellen kann der Preis beziehungsweise ein Teil der Netzkosten abhängig von der Tageszeit oder der aktuellen Marktsituation variieren.
Autostrom einfach erklärt
Wenn du dein Elektroauto zu Hause an eine Wallbox anschließt, wird die benötigte Energie aus deinem Stromnetz bezogen. Die verbrauchte Energie wird in Kilowattstunden, kurz kWh, gemessen.
Wie viel du für eine Ladung bezahlst, hängt deshalb vor allem vom Stromverbrauch deines Fahrzeugs und vom Preis pro Kilowattstunde ab.
Bei einem speziellen Autostromtarif kann der Strom für dein Fahrzeug getrennt vom übrigen Haushaltsverbrauch abgerechnet werden. Das ist allerdings nicht bei jedem Modell zwingend erforderlich.
Autostrom oder normaler Haushaltsstrom?
Du brauchst nicht zwingend einen speziellen Autostromtarif. Grundsätzlich kannst du dein E-Auto auch über deinen normalen Haushaltsstrom laden.
Ein separater Tarif kann interessant werden, wenn du regelmäßig große Mengen Strom für dein Fahrzeug benötigst und dadurch von einem günstigeren Arbeitspreis profitieren kannst.
Ob sich das tatsächlich lohnt, solltest du anhand der gesamten jährlichen Kosten berechnen. Ein niedrigerer kWh-Preis allein sagt noch nicht aus, welcher Tarif am Ende günstiger ist.
Welche Rolle spielt die Wallbox?
Für das regelmäßige Laden eines Elektroautos zu Hause ist eine Wallbox die komfortablere und technisch dafür vorgesehene Lösung.
Moderne Wallboxen können nicht nur mit unterschiedlichen Ladeleistungen arbeiten, sondern teilweise auch den Ladevorgang automatisch steuern. Dadurch lassen sie sich mit dynamischen Stromtarifen, Photovoltaikanlagen oder einem Energiemanagementsystem kombinieren.
Die Bundesnetzagentur empfiehlt für das Laden zu Hause eine geeignete Wallbox anstelle der regelmäßigen Nutzung einer normalen Haushaltssteckdose.
Wann lohnt sich ein separater Autostromtarif?
Ein separater Autostromtarif kann vor allem dann interessant sein, wenn du dein Fahrzeug häufig zu Hause lädst und dadurch einen hohen zusätzlichen Stromverbrauch hast.
Je mehr Kilowattstunden dein Elektroauto jährlich benötigt, desto stärker wirkt sich ein Unterschied beim Arbeitspreis aus.
Für wen lohnt sich Autostrom besonders?
Ein spezieller Tarif kann für dich interessant sein, wenn du:
- viele Kilometer pro Jahr elektrisch fährst,
- dein E-Auto überwiegend zu Hause lädst,
- eine Wallbox besitzt,
- deinen Ladezeitpunkt flexibel wählen kannst,
- einen passenden separaten Zähler beziehungsweise Messpunkt nutzen kannst,
- einen zeitvariablen oder dynamischen Tarif sinnvoll einsetzen kannst,
- oder dein Elektroauto mit einer PV-Anlage kombinierst.
Wann reicht der normale Stromtarif?
Wenn du nur wenige Kilometer fährst oder dein Elektroauto überwiegend unterwegs lädst, muss ein separater Autostromtarif nicht unbedingt sinnvoll sein.
Auch wenn dein bestehender Haushaltsstromtarif bereits günstig ist, solltest du zunächst prüfen, ob ein Wechsel unter Berücksichtigung aller zusätzlichen Kosten tatsächlich einen Vorteil bringt.
➡ Über unseren Stromvergleich kannst du prüfen, welche Stromtarife an deinem Wohnort verfügbar sind und wie hoch die jeweiligen Gesamtkosten ausfallen.
Welche Rolle spielt deine Fahrleistung?
Deine jährliche Fahrleistung ist eine der wichtigsten Größen beim Autostromvergleich.
Wer beispielsweise 8.000 Kilometer im Jahr fährt, benötigt deutlich weniger Ladestrom als jemand mit einer Fahrleistung von 25.000 Kilometern. Entsprechend unterschiedlich fällt auch das Einsparpotenzial eines günstigeren Strompreises aus.
Deshalb solltest du vor dem Tarifvergleich möglichst genau wissen, wie viele Kilowattstunden dein Fahrzeug pro Jahr benötigt.
Warum ist das Ladeverhalten entscheidend?
Besonders interessant sind flexible Tarife für dich, wenn dein Auto häufig mehrere Stunden an der Wallbox angeschlossen bleibt.
Dann kann die Ladung beispielsweise automatisch in einen Zeitraum verschoben werden, in dem der Strompreis günstiger ist. Das ist ein wichtiger Vorteil gegenüber Verbrauchern, deren Stromverbrauch zeitlich kaum verschiebbar ist.
Was kostet Autostrom und wie kannst du die Kosten berechnen?
Die Kosten für dein Elektroauto lassen sich grundsätzlich einfach berechnen. Du benötigst dafür deinen jährlichen Stromverbrauch und den Preis pro Kilowattstunde.
Wie viel Strom verbraucht ein Elektroauto?
Der Verbrauch hängt vom Fahrzeugmodell, der Batterie, der Geschwindigkeit, der Außentemperatur, der Fahrweise und der Nutzung von Heizung oder Klimaanlage ab.
Für eine grobe Rechnung kannst du den Verbrauch des Fahrzeugs in kWh pro 100 Kilometer verwenden. Für eine möglichst realistische Kalkulation solltest du zusätzlich die tatsächlichen Ladeverluste berücksichtigen.
So berechnest du deinen jährlichen Ladebedarf
Die einfache Formel lautet:
Beispiel: Du fährst 15.000 Kilometer pro Jahr und dein Elektroauto benötigt durchschnittlich 18 kWh pro 100 Kilometer.
Dein rechnerischer jährlicher Energiebedarf liegt damit bei rund 2.700 kWh.
Was kostet eine Ladung?
Für eine einfache Rechnung gilt:
Geladene kWh × Strompreis pro kWh = Ladekosten
Benötigst du beispielsweise 50 kWh und zahlst 30 Cent pro kWh, ergeben sich rechnerisch 15 Euro.
In der Praxis können Ladeverluste hinzukommen. Deshalb ist für einen echten Stromkostenvergleich der am Stromzähler gemessene Verbrauch aussagekräftiger als ausschließlich die im Fahrzeug angezeigte Energiemenge.
Welche Kosten gehören in den Autostromvergleich?
Neben dem Arbeitspreis solltest du auch folgende Kosten berücksichtigen:
- Grundpreis des Stromtarifs
- Kosten für Messstellenbetrieb
- Kosten für einen zusätzlichen Zähler, falls erforderlich
- gegebenenfalls Kosten für ein intelligentes Messsystem
- Netzentgelte
- mögliche Preisaufschläge bei dynamischen Tarifen
- einmalige Installationskosten
- eventuelle Bonuszahlungen
So erhältst du einen realistischeren Vergleich der tatsächlichen Jahreskosten.
Beispiel: Wie stark wirkt sich ein günstigerer kWh-Preis aus?
Angenommen, dein Elektroauto benötigt 2.500 kWh Strom im Jahr.
Bei einem Preisvorteil von 3 Cent pro kWh ergibt sich:
2.500 kWh × 0,03 Euro = 75 Euro pro Jahr
Bei 5 Cent Unterschied wären es bereits 125 Euro jährlich.
Davon können allerdings zusätzliche Grund-, Mess- oder Zählerkosten abgezogen werden. Deshalb ist immer der Gesamtvergleich entscheidend.
Autostromtarife vergleichen – worauf solltest du achten?
Beim Vergleich von Autostrom solltest du dich nicht allein vom niedrigsten kWh-Preis leiten lassen. Entscheidend ist, was du unter dem Strich pro Jahr bezahlst.
Arbeitspreis vergleichen
Der Arbeitspreis gibt an, wie viel du pro verbrauchter Kilowattstunde bezahlst. Da ein Elektroauto mehrere tausend Kilowattstunden pro Jahr benötigen kann, wirken sich bereits wenige Cent Unterschied aus.
Grundpreis berücksichtigen
Ein günstiger Arbeitspreis kann durch einen höheren Grundpreis teilweise wieder ausgeglichen werden. Deshalb gehört der Grundpreis immer in deine Rechnung.
Messkosten und Zähler prüfen
Bei bestimmten separaten Autostrommodellen kann eine eigene Messung erforderlich oder sinnvoll sein. Dadurch können zusätzliche Kosten entstehen.
Ein separater Zähler ist allerdings nicht grundsätzlich für jede Wallbox vorgeschrieben. Entscheidend sind das konkrete Mess- und Tarifmodell sowie gegebenenfalls die gewählte Umsetzung nach § 14a EnWG.
Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist
Achte auf die Vertragslaufzeit, Kündigungsfristen und eine eventuell angebotene Preisgarantie.
Gerade bei dynamischen Tarifen können kurze Vertragslaufzeiten interessant sein, weil du bei Bedarf schneller auf ein anderes Tarifmodell wechseln kannst.
Bonuszahlungen richtig bewerten
Ein Neukundenbonus kann einen Tarif im ersten Jahr attraktiv machen. Für einen langfristigen Vergleich solltest du jedoch auch den Preis nach Ablauf des Bonuszeitraums betrachten.
Warum der Jahrespreis wichtiger ist als der kWh-Preis
Für einen aussagekräftigen Vergleich solltest du möglichst folgende Rechnung aufstellen:
Jahresverbrauch × Arbeitspreis + Grundpreis + relevante Messkosten – dauerhafte Vergünstigungen = tatsächliche Jahreskosten
So erkennst du wesentlich besser, ob sich ein Wechsel für dich lohnt.
Welche Autostromtarife gibt es?
Autostrom ist heute nicht gleich Autostrom. Je nach Anbieter und Messkonzept kommen unterschiedliche Tarifmodelle infrage.
Klassischer Autostromtarif
Bei einem klassischen separaten Autostromtarif wird der Strom für dein Elektroauto getrennt vom übrigen Haushaltsstrom abgerechnet.
Solche Angebote können insbesondere für Haushalte mit einem hohen Ladeverbrauch interessant sein.
Autostrom über den normalen Haushaltsstrom
Die einfachste Lösung ist, dein Fahrzeug über deinen bestehenden Stromvertrag zu laden. Du benötigst dann keinen zusätzlichen Stromvertrag für das E-Auto.
Zeitvariabler Stromtarif
Bei einem zeitvariablen Tarif können unterschiedliche Preise beziehungsweise Netzentgeltbestandteile zu verschiedenen Zeiten gelten.
Für ein Elektroauto kann das interessant sein, weil du den Ladevorgang zeitlich verschieben kannst.
Dynamischer Stromtarif
Bei einem dynamischen Stromtarif orientiert sich der Arbeitspreis an den Preisen am Strommarkt. Dadurch kann sich der Preis im Tagesverlauf mehrfach ändern.
Ein solcher Tarif kann für Haushalte mit flexiblen Verbrauchern wie Elektroautos interessant sein. Gleichzeitig trägst du das Risiko steigender Börsenpreise.
Für die Nutzung eines dynamischen Stromtarifs ist ein intelligentes Messsystem erforderlich. Seit 2025 müssen Stromlieferanten entsprechende dynamische Tarife anbieten.
Welches Tarifmodell passt zu dir?
Wenn du es möglichst einfach möchtest, kann dein normaler Haushaltsstrom ausreichend sein.
Wenn du sehr viel zu Hause lädst, kann ein separater Autostromtarif interessant sein. Wenn du besonders flexibel bist und dein Fahrzeug beziehungsweise deine Wallbox automatisch auf Preissignale reagieren kann, kann auch ein dynamischer Tarif eine Option sein.
Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht – dein Verbrauch und deine technischen Voraussetzungen entscheiden.
Warum ändern sich Autostromangebote so häufig?
Stromtarife sind abhängig von Beschaffungskosten, Netzentgelten, Steuern, Abgaben und regionalen Bedingungen. Deshalb können Preise, Boni und Verfügbarkeit regelmäßig angepasst werden.
Auch ein Tarif, der heute besonders günstig ist, muss nicht dauerhaft zu den günstigsten Angeboten gehören.
Warum ist die Postleitzahl beim Autostrom wichtig?
Strompreise können regional unterschiedlich sein. Das liegt unter anderem an unterschiedlichen Netzentgelten und daran, welche Anbieter an deinem Wohnort verfügbar sind.
Für einen konkreten Tarifvergleich solltest du deshalb immer deine tatsächliche Postleitzahl und deinen Jahresverbrauch verwenden.
Autostrom für unterschiedliche Fahrzeugmodelle
In der Regel richtet sich der Stromtarif nicht nach einer bestimmten Automarke. Viel wichtiger sind dein Stromverbrauch, deine Ladeinfrastruktur und dein Ladeverhalten.
Einige Angebote können allerdings mit bestimmten Wallboxen, Fahrzeugen oder E-Mobilitätsdiensten kombiniert sein.
Welche Rolle spielen Wallbox, Smart Meter und Smart Charging?
Die technische Ausstattung entscheidet zunehmend darüber, welche Autostromtarife du sinnvoll nutzen kannst.
Brauchst du eine Wallbox?
Für regelmäßiges Laden zu Hause ist eine Wallbox die geeignete Lösung. Sie ermöglicht höhere Ladeleistungen und bietet bei smarten Modellen zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten.
Brauchst du einen separaten Stromzähler?
Nicht grundsätzlich.
Ob ein separater Zähler notwendig ist, hängt vom gewählten Tarif und Messkonzept ab. Auch für eine Wallbox nach § 14a EnWG ist ein separater Zähler nicht in jedem Fall zwingend erforderlich.
Wenn du allerdings ein Modell mit separater Messung und bestimmten reduzierten Netzentgelten nutzt, kann eine getrennte Messung erforderlich sein.
Wann brauchst du ein Smart Meter?
Ein intelligentes Messsystem ist insbesondere für die Abrechnung dynamischer Stromtarife erforderlich.
Ein moderner digitaler Stromzähler ist dabei nicht automatisch dasselbe wie ein intelligentes Messsystem. Erst die Kombination mit einem Kommunikationsgateway macht daraus das sogenannte Smart Meter beziehungsweise intelligente Messsystem.
Was ist Smart Charging?
Smart Charging bedeutet, dass dein Ladevorgang intelligent gesteuert wird.
Statt das Fahrzeug immer sofort mit voller Leistung zu laden, kann die Wallbox den Ladevorgang beispielsweise an Strompreis, PV-Erzeugung oder deine gewünschte Abfahrtszeit anpassen.
Wie kann eine smarte Wallbox Kosten sparen?
Eine intelligente Wallbox kann beispielsweise dann laden, wenn:
- der Strompreis niedrig ist,
- deine PV-Anlage viel Solarstrom produziert,
- ein dynamischer Tarif besonders günstige Preise bietet,
- oder dein Fahrzeug ohnehin mehrere Stunden angeschlossen bleibt.
Je flexibler deine Ladezeiten sind, desto besser lassen sich solche Funktionen nutzen.
Was bedeutet § 14a EnWG für deine Wallbox?
Der § 14a EnWG ist für viele Besitzer einer neuen Wallbox besonders relevant.
Die Regelung soll ermöglichen, dass steuerbare Verbrauchseinrichtungen in Zeiten möglicher lokaler Netzüberlastung netzorientiert gesteuert werden können. Im Gegenzug erhalten Betreiber eine Reduzierung der Netzentgelte.
Welche Wallboxen sind betroffen?
Neue private Ladeeinrichtungen mit einer Netzanschlussleistung von mehr als 4,2 kW, die seit dem 1. Januar 2024 in der Niederspannung in Betrieb genommen wurden, fallen grundsätzlich unter die entsprechenden §-14a-Regelungen.
Wallboxen mit weniger als 4,2 kW fallen grundsätzlich nicht unter diese Regelung.
Was bedeutet die Steuerbarkeit?
Wenn eine steuerbare Verbrauchseinrichtung in einem lokalen Netzbereich netzorientiert gesteuert werden muss, darf der Netzbetreiber den Strombezug vorübergehend reduzieren.
Dabei muss eine Mindestleistung von 4,2 kW zur Verfügung stehen. Dein E-Auto kann also weiterhin geladen werden. Der normale Haushaltsstrom ist von dieser Steuerung nicht betroffen.
Warum gibt es dafür eine Vergünstigung?
Als Ausgleich für die netzorientierte Steuerbarkeit gibt es eine Reduzierung der Netzentgelte.
Für dich kann das die Gesamtkosten des Ladens reduzieren. Welche Variante konkret infrage kommt, hängt von deinem Messkonzept und den Voraussetzungen deines Netzbetreibers ab.
Was ist Modul 1?
Bei Modul 1 gibt es eine pauschale Reduzierung des Netzentgelts für die steuerbare Verbrauchseinrichtung.
Was ist Modul 2?
Bei Modul 2 wird das Netzentgelt für den Verbrauch der steuerbaren Einrichtung prozentual reduziert. Dafür ist eine separate Messung erforderlich.
Was ist Modul 3?
Modul 3 ergänzt Modul 1 um ein zeitvariables Netzentgelt. Dadurch können bestimmte Zeiträume mit unterschiedlichen Netzentgeltstufen entstehen.
Gerade für ein Elektroauto kann ein zeitvariables Netzentgelt interessant sein, weil der Ladevorgang häufig zeitlich verschoben werden kann.
Was solltest du bei einer neuen Wallbox beachten?
Wenn du eine neue Wallbox installieren möchtest, solltest du vor der Anschaffung klären:
- welche Ladeleistung du benötigst,
- welche Anmeldung beziehungsweise Zustimmung beim Netzbetreiber erforderlich ist,
- ob § 14a EnWG für deine Wallbox gilt,
- welches Messkonzept vorgesehen ist,
- ob ein separates Messkonzept sinnvoll ist,
- ob die Wallbox Smart Charging unterstützt,
- und ob sie mit PV, Energiemanagement oder deinem Stromtarif zusammenarbeiten kann.
Lässt sich Autostrom mit Photovoltaik und Ökostrom kombinieren?
Ja. Gerade die Kombination aus Elektroauto, Wallbox und Photovoltaikanlage kann interessant sein.
E-Auto mit Solarstrom laden
Besitzt du eine Photovoltaikanlage, kannst du dein Elektroauto mit selbst erzeugtem Solarstrom laden.
Damit nutzt du einen Teil der erzeugten Energie direkt im eigenen Haushalt, anstatt sie vollständig ins öffentliche Netz einzuspeisen.
Was ist Überschussladen?
Beim Überschussladen wird die Wallbox so gesteuert, dass möglichst viel überschüssiger Solarstrom zum Laden des Elektroautos verwendet wird.
Das kann besonders interessant sein, wenn dein Fahrzeug tagsüber zu Hause steht und mehrere Stunden angeschlossen bleiben kann.
Wallbox und Energiemanagement
Ein Energiemanagementsystem kann verschiedene Verbraucher miteinander koordinieren. Dazu können beispielsweise gehören:
- Photovoltaikanlage
- Wallbox
- Batteriespeicher
- Wärmepumpe
- Haushaltsverbraucher
Dadurch lässt sich der verfügbare Strom gezielter verteilen.
Autostrom und Ökostrom
Wenn dir die Herkunft deines Stroms wichtig ist, kannst du dein Elektroauto mit einem Ökostromtarif laden.
Viele Anbieter haben entsprechende Produkte im Angebot. Welche Kriterien hinter dem jeweiligen Ökostromprodukt stehen, solltest du beim Tarifvergleich prüfen.
Weitere Informationen findest du in unserem Ökostrom-Ratgeber.
PV, Batteriespeicher und E-Auto kombinieren
Besonders interessant kann die Kombination aus PV-Anlage, Batteriespeicher und Elektroauto sein.
Ein Energiemanagementsystem kann dabei helfen, Solarstrom zunächst im Haushalt zu nutzen, das Fahrzeug zu laden oder den Batteriespeicher zu füllen – abhängig von deinen Einstellungen und dem jeweiligen System.
Kannst du mit einem Autostromtarif wirklich Geld sparen?
Ja, ein günstigerer Autostromtarif kann deine Ladekosten reduzieren. Wie hoch die tatsächliche Ersparnis ausfällt, lässt sich allerdings nicht pauschal angeben.
Aktuelle Marktvergleiche zeigen, dass spezielle Autostromangebote gegenüber herkömmlichem Haushaltsstrom durchaus günstiger sein können. In einer ADAC-Stichprobe Anfang 2026 lag der Autostrompreis bei einem typischen Jahresverbrauch von 2.500 kWh im Durchschnitt rund 3 bis 4 Cent je kWh unter dem verglichenen Haushaltsstrompreis. Die tatsächlichen Preise unterschieden sich allerdings deutlich nach Region und Anbieter.
Warum gibt es keine pauschale Spargarantie?
Deine tatsächliche Ersparnis hängt unter anderem von deinem Stromverbrauch, deinem Wohnort, deinem bisherigen Tarif, den Fixkosten und dem gewählten Messkonzept ab.
Deshalb solltest du Aussagen wie „30 Prozent günstiger“ immer genau prüfen.
Was passiert mit zusätzlichen Zählerkosten?
Wenn für ein bestimmtes Tarifmodell ein separater Zähler oder eine zusätzliche Messung erforderlich ist, entstehen dadurch möglicherweise weitere Kosten.
Diese Kosten solltest du gegen den möglichen Preisvorteil beim Arbeitspreis rechnen.
Wann lohnt sich ein Wechsel?
Ein Wechsel kann interessant sein, wenn der neue Tarif unter Berücksichtigung aller Kosten über das Jahr hinweg günstiger ist.
Besonders bei einem hohen Ladeverbrauch können sich Unterschiede beim Arbeitspreis stärker bemerkbar machen.
Warum ist der Gesamtpreis entscheidend?
Vergleiche deshalb immer:
- deinen aktuellen Jahresverbrauch,
- den bisherigen Arbeitspreis,
- den neuen Arbeitspreis,
- Grundpreise,
- Messkosten,
- Zählerkosten,
- mögliche Netzentgeltreduzierungen,
- und eventuelle Boni.
Erst aus dieser Gesamtrechnung ergibt sich, ob sich der Wechsel für dich tatsächlich lohnt.
Autostrom unterwegs, Förderungen und Angebote
Autostrom zu Hause und das öffentliche Laden sind zwei unterschiedliche Bereiche. Wenn du regelmäßig unterwegs lädst, solltest du deshalb zusätzlich die Preise an öffentlichen Ladestationen berücksichtigen.
Heimladen und öffentliches Laden unterscheiden
Beim Laden zu Hause zahlst du deinen Stromtarif. An öffentlichen Ladestationen gelten dagegen die jeweiligen Preise des Ladepunktbetreibers oder deines Mobilitätsdienstes.
AC- und DC-Laden können unterschiedliche Preise haben. Auch Roaming, Grundgebühren oder zeitabhängige Kosten können eine Rolle spielen.
Kannst du einen Autostromtarif auch unterwegs nutzen?
Nicht automatisch. Ein Stromtarif für deine Wallbox zu Hause ist nicht dasselbe wie eine Ladekarte für öffentliche Ladepunkte.
Wenn du viel unterwegs lädst, solltest du daher zusätzlich prüfen, welcher Tarif beziehungsweise welche Ladekarte zu deinem Ladeverhalten passt.
Gibt es Förderungen für Wallboxen?
Förderprogramme für Wallboxen und Elektromobilität können sich regelmäßig ändern. Neben bundesweiten Programmen können auch Länder, Kommunen oder einzelne Energieversorger Förderangebote bereitstellen.
Vor dem Kauf einer Wallbox solltest du deshalb prüfen, ob aktuell an deinem Wohnort eine Förderung verfügbar ist.
Weitere Informationen und aktuelle Hinweise zur Wallbox-Förderung findest du beispielsweise beim ADAC.
Autostrom für Unternehmen und Elektroflotten
Auch für Unternehmen kann das Thema Autostrom interessant sein. Bei mehreren Elektrofahrzeugen steigt der Strombedarf und damit die Bedeutung eines intelligenten Lademanagements.
Für Elektroflotten können Lösungen mit Lastmanagement, mehreren Wallboxen, Photovoltaik und Energiemanagement sinnvoll sein.
Bei größeren Flotten sollten neben dem Strompreis auch Netzanschluss, Ladeleistung, Standzeiten und die Anzahl der Fahrzeuge berücksichtigt werden.
Was ist beim öffentlichen Laden wichtig?
Wenn du dein E-Auto häufig unterwegs lädst, solltest du neben dem Preis pro kWh auch auf mögliche Grundgebühren, Roamingkosten und weitere Gebühren achten.
Für Vielfahrer kann sich deshalb eine Kombination aus günstigem Heimladen und einem passenden öffentlichen Ladeangebot anbieten.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist Autostrom günstiger als Haushaltsstrom?
Das kann der Fall sein. Entscheidend ist jedoch der komplette Jahrespreis inklusive Grundpreis, Messkosten und gegebenenfalls weiterer Kosten. Aktuelle Marktvergleiche zeigen relevante Preisunterschiede, aber auch eine große regionale und tarifliche Spannweite.
Brauche ich einen separaten Stromzähler?
Nicht grundsätzlich. Ein separater Zähler hängt vom gewählten Tarif- und Messkonzept ab. Für bestimmte Varianten der Netzentgeltreduzierung nach § 14a EnWG ist eine separate Messung erforderlich.
Brauche ich für einen dynamischen Stromtarif einen Smart Meter?
Ja. Für einen dynamischen Stromtarif ist ein intelligentes Messsystem erforderlich. Ein einfacher digitaler Stromzähler ist nicht automatisch ein Smart Meter.
Kann ich mein E-Auto mit meinem normalen Stromtarif laden?
Ja. Ein spezieller Autostromtarif ist keine zwingende Voraussetzung für das Laden zu Hause.
Kann ich mein Elektroauto mit Solarstrom laden?
Ja. Mit einer Photovoltaikanlage und einer geeigneten Wallbox kannst du dein E-Auto mit selbst erzeugtem Solarstrom laden. Mit einem Energiemanagementsystem lässt sich der Ladevorgang zusätzlich automatisieren.
Kann ich meinen Autostromtarif später wechseln?
Grundsätzlich ja. Entscheidend sind die Vertragslaufzeit und Kündigungsbedingungen deines aktuellen Tarifs.
Gibt es spezielle Tarife für bestimmte Elektroautos?
Teilweise gibt es Angebote, die mit bestimmten Fahrzeugen, Wallboxen oder E-Mobilitätsdiensten kombiniert werden. Für die Auswahl eines Stromtarifs sind jedoch vor allem dein Stromverbrauch und deine Ladeinfrastruktur entscheidend.
Was bedeutet § 14a für mein Elektroauto?
Neue steuerbare private Ladeeinrichtungen mit einer Netzanschlussleistung von mehr als 4,2 kW fallen grundsätzlich unter die entsprechenden Regelungen des § 14a EnWG. Der Netzbetreiber kann die Leistung im Fall einer drohenden lokalen Netzüberlastung vorübergehend reduzieren. Im Gegenzug gibt es eine Reduzierung der Netzentgelte.
Ist ein dynamischer Stromtarif automatisch günstiger?
Nein. Ein dynamischer Tarif bietet die Möglichkeit, von günstigen Börsenpreisen zu profitieren, gleichzeitig aber auch das Risiko höherer Preise. Besonders interessant ist das Modell für Haushalte mit flexiblen Verbrauchern wie Elektroautos.